Gran Canaria Sonnenuntergang

Winterwandern auf den Kanarischen Inseln

La Gomera, Gran Canaria und Fuerteventura zu Fuß: Unsere Erfahrungen im Vergleich

Schon mal daran gedacht, dem kalten Winter zu entfliehen und während der Feiertage auf einer Insel im Atlantik zu wandern? Falls nicht, dann wird es höchste Zeit. Denn die Kanarischen Inseln sind ein echtes Wanderparadies und überzeugen mit perfekten Wetterbedingungen auch in den Wintermonaten: sommerlich warme Temperaturen und kaum Regen laden zu großen und kleinen Abenteuern ein.

Alle sieben Inseln können auf dem GR131 als Thruhike auf einer Länge von 650 Kilometern durchquert werden. Und obwohl die meisten Inseln sehr touristisch und beliebt sind, waren wir auf den Wanderwegen meist allein unterwegs, sodass wir die Landschaft abseits der überfüllten Orte genießen und entdecken konnten. Und genau das macht den Reiz aus – dieses Gefühl, sich Schritt für Schritt durch eine Insel zu bewegen, statt sie nur zu besuchen.

In diesem Beitrag erfährst du, wie wir La Gomera, Gran Canaria und Fuerteventura auf individuellen Trekking-Touren mit Rucksack und Zelt durchwandert sind. Und vielleicht inspirieren wir dich für dein nächstes Abenteuer auf einer dieser Inseln.

Alle detaillierten Tourenberichte findest du auf FindPenguins und weitere Bilder auf Instagram.

La Gomera

180 km

10 Tage

10.450 hm

9.540 hm

9 Nächte

La Gomera – klein, wild und voller Kontraste. Die zweitkleinste Kanareninsel hat uns mit ihrer landschaftlichen Vielfalt und ihren Höhenmetern überrascht. La Gomera ist einfach anders. Keine großen Städte, keine Autobahnen, dafür unzählige Schluchten, steile Pfade, Terrassenfelder, Nebelwälder und schroffe Felsküsten. Ein echtes Abenteuer, das uns körperlich forderte und gleichzeitig unglaublich bereicherte.

In zehn Tagen haben wir die Insel umrundet und durchquert, auf unserem eigenen individuellen Trail. Eine Kombination aus den beiden Fernwanderwegen GR131 und GR132. Start und Zwischenziel waren San Sebastian. Dort hatten wir auch nach der Hälfte der Zeit eine Hotelübernachtung mit unserer einzigen Duschmöglichkeit. Unser endgültiges Ziel war Vallehermoso.

Extreme Bedingungen

Wir starten unsere Tour Ende Dezember. Die Tage waren sonnig und stabil, aber das Wetter hatte es in sich. Es war deutlich heißer als erwartet und selbst die Einheimischen waren von dem heißen Winter überrascht.
Die Temperaturunterschiede waren enorm. Tagsüber über 30 Grad, nachts teils nur 6 Grad. Die Luftfeuchtigkeit machte alles dauerhaft klamm – Schlafsäcke, Kleidung und selbst den Rucksack. Schon nach kurzer Zeit hatten wir einen permanenten Film aus Schweiß, Dreck und Sonnencreme auf unserem Körper. Regen fiel keiner, dafür begleitete uns ständig der Wind.

Wasser bestimmt unseren Rythmus

Die größte Herausforderung war eindeutig die Wasserversorgung. Die Insel ist extrem trocken und Flüsse, Bäche oder natürliche Quellen gibt es nicht. Alles mussten wir in Dörfern auffüllen. Oft trugen wir 4 Liter oder mehr pro Person. Denn selbst die Dörfer waren selten und das Wasser musste oft für einen ganzen Tag zum Trinken, Waschen und Kochen reichen.

Unsere Tagesplanung richtete sich also weniger nach Kilometern, sondern eher nach möglichen Wasserquellen wie kleinen Supermärkten oder Bars. Wasser aus öffentlichen Leitungen gab es nur sehr selten und das war immer gechlort. Unser Tipp: das abgefüllte Wasser in den Flaschen eine Weile offen stehen lassen – dadurch verfliegt das Chlor.

Landschaftliche Vielfalt

Was La Gomera so besonders macht, ist der ständige Wechsel der Vegetation und die vielen Barrancos. Die tiefen Schluchten sind ganz typisch auf der Insel und auch der Grund für die vielen Höhenmeter auf unserer Tour.

Im Osten starteten wir durch karge, rote Felsen und Palmenhaine und konnten den Teide auf Teneriffa bestaunen. Im Inselinneren führte der Weg durch den Garajonay-Nationalpark – normalerweise ein feuchter Nebelwald, der sich bei uns allerdings trocken und staubig zeigte. Weiter im Süden folgten steinige Hänge, Ruinen und verlassene Terrassen, die längst aufgegeben wurden.

Nach Tagen in der Hitze tauchten wir plötzlich in einen grünen, tropischen Barranco ein – dicht bewachsen, feucht und fast magisch. Ein Ort wie aus einer anderen Welt. Wir nannten ihn „unser kleines Jurassic World“. Dort fanden wir einen der schönsten Schlafplätze der Tour und lauschten der tierischen Geräuschkulisse.

Nächte unter dem Sternenhimmel

Wir hatten uns vorgenommen, einige Nächte ohne Zelt draußen zu schlafen. Dass wir aber tatsächlich alle Nächte unter freiem Himmel verbringen, konnten wir vorher nicht ahnen. Das war eine neue und tolle Erfahrung – die uns viele Möglichkeiten gegeben hat. Wir haben das ein oder andere Mal auf einem Mirador geschlafen: sauber, trocken und eine ebene Fläche. Perfekt! Aber auch die Nächte in den tiefen Barrancos waren besonders. Wir hatten einmalige Sternenhimmel und manchmal beleuchtete der Mond die ganze Nacht.

Doch die Romantik hatte ihre Grenzen: Die Feuchtigkeit kroch in all unsere Sachen und morgens waren wir überraschenderweise oft klitschnass. Wir hatten das so nicht erwartet, aber die Luftfeuchtigkeit und die Salzwasser-Luft haben echt Arbeit geleistet. Zum Glück war es tagsüber immer sonnig genug, um die Sachen schnell wieder zu trocknen. Uns war es das auf jeden Fall wert. Das Gefühl, ohne Zelt draußen zu schlafen, ist einfach unvergleichlich.

Unsere Etappen:
  1. Tag: 20,5 km | +1.350 HM | –1.070 HM
  2. Tag: 21 km | +1.215 HM | –1.225 HM
  3. Tag: 19 km | +1.415 HM | –523 HM
  4. Tag: 18 km | +590 HM | –960 HM
  5. Tag: 7,5 km | +14 HM | –797 HM
  6. Tag: 17,5 km | +955 HM | –870 HM
  7. Tag: 20,5 km | +1.080 HM | –740 HM
  8. Tag: 20,5 km | +1.390 HM | –1.070 HM
  9. Tag: 18 km | +1.435 HM | –1.120 HM
  10. Tag : 20,8 km | +1.010 HM | –1.150 HM
Eine Insel für Abenteurer

Die Tour war kein Spaziergang. Die ständigen Auf- und Abstiege durch die Barrancos, die Mittagshitze, die Feuchtigkeit, das zusätzliche Gewicht durch das Wasser – all das zerrt an einem. Hinzu kommt die kurze Zeit mit Tageslicht: Im Winter wird es erst spät hell und früh wieder dunkel. Zeitmanagement wurde zur unerlässlichen, täglichen Disziplin. Doch gerade das machte die Tour so besonders. Für uns war hier auf La Gomera eine gewisse mentale Stärke viel wichtiger als Fitness. Jeder Tag war intensiv. Wer bereit ist, sich auf das Unvorhersehbare einzulassen, wird belohnt – mit atemberaubenden Ausblicken, einmaligen Nächten und einem großen Gefühl von Freiheit.

Den kompletten Tourenbericht von La Gomera findest du auf FindPenguins.

Gran Canaria

113 km

5 Tage on trail

5.255 hm

5.221 hm

4 Nächte

Gran Canaria überrascht. Wer denkt, die Insel besteht aus Strand und Pauschaltourismus, der irrt hier gewaltig. Wer sich zu Fuß auf den Weg macht, um diese Insel zu durchqueren, erlebt einen Ort voller Kontraste – von kargen Canyons über grüne Kiefernwälder bis hinauf zu windigen Gipfeln.

In 5 Tagen haben wir die Insel von Norden nach Süden unter anderem auf dem GR131 durchquert. Unser Ausgangspunkt war Puerto de las Nieves, ein kleiner Hafenort mit tollem Meerblick und Küstenflair im Nordwesten der Insel. Das Ziel war Maspalomas ganz im Süden.

Von null auf 2.000 Meter

Noch schnell ein Cortado, bevor der erste Aufstieg begann. Schon nach wenigen Minuten standen wir mitten drin: steiles, rutschiges Vulkangestein, heftige Windböen und die Sonne im Nacken. Die ersten 1.000 Höhenmeter konnten wir schnell in den Beinen spüren. Im Vergleich zu La Gomera geht es permanent immer weiter nach oben. Bis wir nach 2 Tagen den höchsten Punkt, Pico de las Nieves, erreicht haben. Dieser liegt so ziemlich in der Mitte der Insel, genauso wie der Touristenmagnet Roque Nublo. Danach geht es tendenziell nur noch bergab. Wenn es da nicht diese Wegsperrung am Soria Staudamm gegeben hätte, die unseren Trail ganz schön durcheinandergebracht und uns zu einem längeren Umweg gezwungen hat, den wir uns Stück für Stück erarbeiten mussten.

Höhenprofil
Höhenprofile unserer gelaufenen GPX Daten: La Gomera, Gran Canaria und Fuerteventura im Vergleich
Nächte zwischen Wind und Sternen

Die Abendstimmung auf Gran Canaria war ganz besonders. Die leuchtenden Farben der Dämmerung oder das orangerote Abendlicht des Tals waren teilweise surreal. Doch so beeindruckend diese Momente waren, so herausfordernd war oft die Suche nach einem passenden Spot für die Nacht. Steile Hänge und exponierte Lagen machten die Auswahl nicht leicht. Trotzdem fanden wir am Ende immer einen Spot – manchmal spektakulär gelegen, mit weitem Blick über die Berge und manchmal auch etwas unkonventionell zwischen verrußten Sträuchern des letzten Waldbrandes. Vor allem der Wind hat uns und unser Zpack Triplex Zelt ganz schön gefordert und auch mal eine schlaflose Nacht bereitet. Entlang der Wanderwege gibt es übrigens auch einige offizielle Campingbereiche mit Wasserstellen und vereinzelt sogar Toiletten. Das war zwischendurch eine willkommene Abwechslung.

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Dir gefällt dieser Beitrag? Dann freuen wir uns über deine Bewertung – oder deinen Kommentar am Ende des Artikels!
Abwechslung pur

Tagsüber wechselte ständig das Landschaftsbild: dichte Wälder, trockene Hänge, rote Felsen und immer wieder kleine Orte, in denen man den besten Cortado der Insel findet. Besonders in Erinnerung bleibt uns der Stopp in einem kleinen Laden in Soria: ein riesiges, frisch gebackenes Brot, dazu Avocado und zwei Bananen als Geschenk – solche Begegnungen machen das Traillife ganz besonders.

Wir waren darauf vorbereitet, dass der Pico de las Nieves überlaufen sein wird, weswegen wir uns frühzeitig auf den Weg dorthin gemacht haben. Tatsächlich waren dort aber kaum Leute. Ziemlich überrascht wurden wir stattdessen vom Roque Nublo. Wir haben dieses Inselhighlight schon aus weiter Entfernung erspäht, aber nicht diese vielen Touristen erwartet. Umso erstaunlicher war es, dass wir nur ein paar wenige Kilometer später schon wieder völlig allein waren und den Trail über herrliche Bergrücken in Ruhe genießen konnten.

Der große Umweg hat uns über zugewachsene Pfade und steile Hänge geführt. Die Anstrengungen haben sich aber absolut gelohnt, denn nur so konnten wir fantastische Ausblicke auf die Canyons genießen. Manchmal haben wir uns sogar wie im kleinen Grand Canyon gefühlt. Und genau das ist das Schöne: Das echte Abenteuer beginnt doch erst dann, wenn man nicht alles bis ins Detail geplant hat.

Der letzte Abschnitt führte durch trockene Täler, vorbei an Kakteenfeldern, hinunter nach Maspalomas. Nach fünf Tagen, 4 Nächten und über 110 Kilometern waren wir wieder am Meer – zumindest fast. Es hat nur bis zur Bushaltestelle ein paar hundert Meter vor dem Meer gereicht. 😅

Unsere Etappen in der Übersicht
  1. Tag: 22,2 km | +1.802 HM | –531 HM
  2. Tag: 22,8 km | +1.465 HM | –937 HM
  3. Tag: 23,4 km | +657 HM | –1.577 HM
  4. Tag: 25,1 km | +1.066 HM | –1.190 HM
  5. Tag: 19,4 km | +265 HM | –986 HM
Eine Insel für Entdecker

Gran Canaria war für uns unglaublich vielfältig mit einem wilden Mix aus Canyons, Kiefernwälder, Hochgebirge, Mikroklimata und einigen Überraschungen. Die Insel hat definitiv mehr zu bieten als wir dachten.

Den kompletten Tourenbericht von Gran Canaria & Fuerteventura findest du auf FindPenguins.

Fuerteventura

147 km

6 Tage on trail

3.414 hm

3.404 hm

5 Nächte

Fuerteventura ist anders und erinnert uns an einen Wüstenplanet. Es ist heiß, sandig und windig. Gestartet sind wir in Morro Jable im Süden der Insel. Das Ziel war Corralejo. In 6 Tagen haben wir die Insel zumeist auf dem GR131 durchquert. Inspiriert von Stefan Berger haben wir einen Teil der Strecke ans Meer verlegt. Der Originalweg würde abgesehen von den ersten Kilometern hauptsächlich durch das Landesinnere verlaufen. Wir haben zwar keinen Vergleich, fanden die gewählte Strecke aber sehr schön. Höhenmeter gibt es deutlich weniger als auf den anderen beiden Inseln. Die Herausforderung liegt hier mehr in der unendlichen Weite.

Sand ist dein ständiger Begleiter

Schon in den ersten drei Stunden haben wir den Strand von Cofete erreicht. 9 Kilometer liefen wir im tiefen Sand, die Brandung an der Seite, Sonne von hinten. Mit feuchten Tüchern mussten wir uns die Waden bedecken, weil sie uns sonst verbrannt wären. Anstrengend, aber sehr schön. An einem Strand sind wir vorher auch noch nicht gewandert. Auch weiter im Landesinneren gab es zu Beginn lange Passagen mit weichem feinem Sand. Wir waren froh um unsere Gaiter, die uns vor massenhaftem Sand in den Schuhen geschützt haben. Trotzdem sind wir nicht so schnell vorangekommen.

Eines unserer Highlights auf der Insel war eine Nacht direkt in den Dünen zu verbringen. Der Zeltaufbau selbst war schon ein Abenteuer für sich: Bis wir eine halbwegs ebene, vom Wind geschützte Fläche gefunden hatten, war es schon dunkel. Glücklicherweise lagen überall ein paar große Steine herum, mit denen wir die Heringe beschweren konnten. Wirklich standfest war das Zelt am Ende nicht, weswegen wir nachts auch nochmal zum Nachspannen raus mussten. Aber es hat irgendwie gehalten. Wir haben den Abend in dieser besonderen Atmosphäre sehr genossen. Die Sterne haben geleuchtet und im Hintergrund haben wir die Wellen des Atlantiks gehört. Toll!

Die Sache mit der Versorgung

Um vor Ort möglichst unabhängig zu sein, haben wir immer gut gefüllte Foodpacks dabei. Dort, wo es geht, möchten wir lokale Lebensmittel und Snacks kaufen und unser Wasser auffüllen. Aber so einfach war das nicht. Wir sind maximal zweimal am Tag irgendwo vorbeigekommen, wo es überhaupt etwas zu kaufen gab. Und oft waren Bars oder Restaurants geschlossen. Google Maps war auch nicht wirklich eine Hilfe. Meistens haben die angegebenen Öffnungszeiten nichts mit der Realität zu tun. Am Ende haben wir immer etwas gefunden. Zweimal konnten wir uns in einem kleinen Minimarkt mit dem Nötigsten versorgen. Das Tolle an den spanischen Inseln ist, dass es überall die besten Boccadillos gibt – und die werden oft sogar frisch nach Wunsch belegt. Da schlägt unser Hiker-Herz höher. Das krasse Gegenteil von geschlossenen Bars sind übrigens Dorfkneipen mit Fernsehern auf voller Lautstärke. Aber auch die haben wir für einen Cortado und eine Cola genutzt. Und 7 Liter Wasser. 😅

Auf den Spuren der Vulkane

Es gibt zwar keine hohen Berge auf Fuerteventura, aber dafür einmalige Hügellandschaften, die wegen ihrer Form auch schlafende Elefanten genannt werden. Eine weitere Besonderheit sind definitiv die erloschenen Vulkane. Vor allem im Norden laufen wir an zahlreichen Vulkankratern vorbei. Das Gebiet rund um den Calderón Hondo ist allerdings sehr beliebt und gut besucht.

Eine Insel für Puristen

Fuerteventura ist anders. Der Trail verläuft oft auf Pisten und Schotterwegen, aber die Landschaft hat etwas Meditatives. Endlose Steinwüsten, Hügelketten und Sanddünen. Fuerteventura ist kein klassischer Wandertraum und auch weniger ein Trail der großen Herausforderungen. Hier geht es nicht ums Kraxeln oder Klettern. Es hat uns anders gefordert, mit unendlicher Weite, Sand und Wind!

Unsere Etappen in der Übersicht
  1. Tag: 24,3 km | +663 HM | –581 HM
  2. Tag: 28,8 km | +722 HM | –423 HM
  3. Tag: 24,3 km | +796 HM | –738 HM
  4. Tag: 27,8 km | +782 HM | –1.201 HM
  5. Tag: 35,8 km | +401 HM | –332 HM
  6. Tag: 6 km | +50 HM | –129 HM

3 Inseln, 3 Abenteuer. Welches hat uns am besten gefallen?

Jeder Trail und jede Insel hat ihren ganz eigenen Charakter und es lohnt sich, jeden Einzelnen zu entdecken. La Gomera war schon allein auf Grund der Länge und der Nächte ohne Zelt eine besondere Erfahrung. Die vielen Höhenmeter haben uns hier besonders gefordert, obwohl der höchste Punkt nur knapp unter 1.500 Meter lag. Von dort konnten wir auch die umliegenden Inseln La Palma und Teneriffa sehen. So wie wir den Trail individualisiert haben, haben wir das Beste der Insel kombiniert und die größte Abwechslung erlebt.

Auf Gran Canaria hat uns am meisten überrascht, wie unglaublich schön und ruhig es im Inneren der Insel ist. Diese tollen Canyons gibt es nur hier. Abgesehen vom Pico de las Nieves und Roque Nublo haben wir absolut nichts vom typischen Strandtourismus mitbekommen. Als alleinstehende Tour wäre es uns sicherlich zu kurz gewesen. Deshalb sind wir froh, dass wir Gran Canaria und Fuerteventura kombiniert haben.

Fuerteventura ist schon wegen der besonderen Landschaft einen Besuch wert. Die roten Hügel und der Sand sind einmalig. Trotz deutlich weniger Höhenmeter haben uns die längeren Tagesetappen ordentlich gefordert. Wenn wir den Trail alleinstehend betrachten, war dieser jedoch der Unspektakulärste.

Jede Tour hat uns anders gefordert und wir sind froh über jede einzelne Erfahrung.

Die Kanarischen Inseln sind ein perfektes Wanderziel für den Winter und die Feiertage. Was du für dein Winter-Abenteuer auf jeden Fall wissen solltest:

  • Es wird erst spät hell und früh wieder dunkel – die Zeit zum Wandern ist daher begrenzt
  • Während der Feiertage haben Restaurants und Shops nicht durchgehend geöffnet
  • Wasser ist knapp und gechlort
  • Die Sonne ist Freund und Feind zugleich
  • Cola, Cortado und Boccadillo sind mentale Medizin

In diesem Jahr werden wir Teneriffa von Norden nach Süden auf ungefähr 200 Kilometern durchwandern. Und auch diese Tour wird wieder anders als alle anderen.

Welche Erfahrungen hast du auf den Kanarischen Inseln gemacht? Oder welche Inseln möchtest du durchqueren? Schreib es in die Kommentare. Wir sind gespannt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert